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Aviation Center Berlin
Fieweger und Geße GbR
Kantstraße 96
D-10627 Berlin (Germany)
Telefon +49 30 31 01 82 47
Telefax +49 30 31 01 82 48
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Mit kleinen Modellen groß geworden

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Wings World 6/2004 über das Aviation Center Berlin

Der frühe Vogel fängt den Wurm. In Zeiten, in denen das Sammeln von Flugzeugmodellen noch nicht so populär war, begann das Aviation Center Berlin bereits mit dem Vertrieb von Herpa Wings. Jetzt wird der Luftfahrtshop 15 Jahre alt. Er hat sich längst in der weltweiten Sammler-Szene einen Namen gemacht.

 

Es waren aufregende Zeiten in Berlin, als sich Siegmar Fieweger und Stephen Runge entschlossen, mit ihrem Hobby nach Feierabend noch ein bisschen Geld nebenbei zu verdienen. Die Mauer war grad gefallen, die West-Berliner Discount-Märkte freuten sich über das Besuchergeld, das jeder DDR-Bürger bei seiner erstmaligen Einreise in den Westen bekam, und noch war die Stadt wie berauscht von dem Glück, dass Teilung und Todesstreifen fast über Nacht überwunden waren. Stephen Runge und Siegmar Fieweger gingen bis dato ganz anderen Berufen nach. Der eine verdiente in einem Steuerbüro sein Geld, der andere hatte als Maschinenschlosser sein Auskommen. Ihr Herz schlug aber schon lange für die Luftfahrt. Beide jobbten bereits seit ihrem fünfzehnten Lebensjahr für Freiflugtickets als Flugzeugwäscher auf den West-Berliner Flughäfen.

 

Flugzeug-Modelle gab es damals nur wenige im freien Verkauf, aber die beiden sammelten alles, was sie über ihre Branchenkontakte bekommen konnten: Airline-Accessoires wie Pins und Stickers, Tischmodelle und Bord-Geschirr und natürlich jede Menge Luftfahrt-Literatur. 1989 reifte dann der Entschluss zur Gründung eines Hobbyshops für Aviation-Fans – mehr aus Freude an den Produkten als aus finanzieller Notwendigkeit. Dritter im Bunde war Axel Wawrziniok, ebenfalls Luftfahrt-Enthusiast, den sie zuvor in einem Reisebüro kennengelernt hatten. Im Januar 1990 war es dann soweit. In der Kantstraße 92, einer Parallelstraße zur Touristenmeile Kurfürstendamm, öffneten sie nach Dienstschluss einen 40 Quadratmeter großen Shop. Angeboten wurden vor allem Fach-Literatur, Postkarten und einige Flugzeugmodelle. Trotz der unüblichen Öffnungszeiten von 16:30 bis 18:30 Uhr entwickelte sich das Aviation Center schon bald zu einem Insider-Treff, denn Fachgeschäfte mit einem solchen Sortiment und dem leidenschaftlichem Know-how waren selten. Freunde machte sich die "Freizeit-Firma" bei Flieger-Fans vor allem 1990 durch die Organisation eines Interflug-Abschiedsflugs mit einer Ilyuschin IL-18 über Berlin, kurz bevor die DDR-Fluggesellschaft ihren Flugbetrieb einstellen musste.

 

Zur gleichen Zeit bekam die Modellproduktion bei Herpa Flügel. 1988 startete der Dietenhofener Hersteller mit der Lufthansa Modell-Edition im Maßstab 1:200, erste Modelle der deutschen Airline im Maßstab 1:500 folgten 1990 im Exklusivauftrag. Das war gewissermaßen die Geburtsstunde der Herpa Wings. Im Februar 1992 präsentierte der bis dahin noch ausschließlich für seine Automodelle bekannte Hersteller auf der Nürnberger Spielwarenmesse erstmals Flugzeugmodelle im Maßstab 1:500 einem größeren Publikum. Auch wenn diese aufgrund der damaligen technischen Möglichkeiten die Präzision und Filigranität der Modelle der heutigen "neuen Generation" bestenfalls erahnen ließen, waren sie eine kleine Revolution, denn vergleichbare Modelle gab es nicht. Ihr großes Plus gegenüber der wenigen Wettbewerbsmodelle auf dem Markt: Sie waren bedruckt statt nur beklebt, ausgestattet mit originalgetreuen Nachbildungen der Triebwerke, im Rumpf komplett aus Metall gefertigt und hatten rollfähige Fahrwerke.

 

Vom Erfolg auf der Spielwarenmesse beflügelt, entsandte Herpa nun seine Handelsvertreter quer durch die frisch vereinigte Republik, um Vertriebspartner für die neue Modellreihe zu gewinnen. Und so klingelte Lutz Eismann, Herpa-Handelsvertreter für die Bundesländer Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, 1992 auch beim Aviation Center an. Die drei Aviatoren waren sofort Feuer und Flamme, als er sein Vertreterköfferchen mit den Lufthansa-Modellen im Maßstab 1:500 öffnete. Und damit begann eine Kooperation, die sowohl dem Aviation Center Berlin als auch Herpa Wings Flügel verlieh.

 

Das Fachgeschäft für Herpa Wings

Die Modellreihe Wings etablierte sich schnell im Luftfahrt- und Sammlermarkt. Neue Formen, erste Lizenzverträge für besonders reizvolle Modelle wie zum Beispiel die Pepsi Concorde oder später auch den Rizzi Bird sowie zahlreiche Bedruckungsvarianten führten dazu, dass immer mehr Flugzeug-Enthusiasten auf Herpa Wings aufmerksam wurden. Vergriffene Auflagen wurden besonders nachgefragt und erzielten einen erstaunlichen Sammlerwert. Als das Aviation Center dieses Marktpotential entdeckte, erweiterte es sein Service-Angebot. Auslaufmodelle wurden in großer Stückzahl gekauft und konnten auch dann noch angeboten werden, wenn sie andernorts längst vergriffen waren. Gleichzeitig gewann der Versandhandel für das Aviation Center zunehmend an Gewicht. Längst wurden nicht mehr nur Kunden bedient, die sich auf den Weg in die Kantstraße machen konnten. Bereits seit 1994 agiert das Aviation Center im Internet und beliefert Kunden weltweit. Wer wollte, bekam und bekommt noch immer ohne Vertragsbindung alle Neuheiten automatisch geliefert und profitiert bei diesem Abo-Service zudem von einem Einsteiger-Rabatt.

 

Schnell haben sich die Flugzeugmodelle zum größten Umsatzträger des Geschäfts entwickelt. Wer an das Aviation Center denkt, assoziiert es gleich mit Herpa Wings. Erste Exklusivmodelle für das Fachgeschäft erhöhten natürlich dessen Popularität. Längst haben Stephen Runge und Siegmar Fieweger ihre bisherigen Berufe an den Nagel gehängt und widmen sich von nun an ganz ihrem Erfolgs-Unternehmen. Ein mehr als doppelt so großer Geschäftsraum wurde ein paar Meter weiter bezogen, außerdem Filialen am Flughafen Berlin-Schönefeld und im Verkehrsmuseum Dresden eröffnet. Heute findet man das Aviation Center wieder ein Stück weiter versetzt in der Kantstraße 96, dem dritten und auf 200 Quadratmeter vergrößerten Sitz des Luftfahrt Hobby Shops. Wer die regelmäßigen Anzeigen in der WingsWorld verfolgt, weiß von der Aviation Center Wings Alliance, einem Zusammenschluss mit derzeit acht weiteren Händlern weltweit, die ähnlich dem Airline-Verbund der Star Alliance auf kollegialer Ebene kooperieren, ohne dabei ihre Eigenständigkeit aufzugeben. "Zweck dieser Allianz ist es, dass der Kunde seltene Modelle, die zum Beispiel ausschließlich für den japanischen oder amerikanischen Markt hergestellt werden, auch über uns beziehen kann", erläutert Siegmar Fieweger. "Im Gegenzug werden diese Partner wiederum mit Modellen versorgt, die nur auf dem europäischen Markt zu haben sind."

 

Ein weiteres Plus dieser Kooperation ist eine im Grunde weltweite Lagerkapazität. "Fragt ein Kunde ein Modell an, das bei uns schon vergriffen ist, versuchen wir, ihm dies über unsere Partner zu organisieren", so Stephen Runge. Die limitierten Modelle der Olympic Airways sind beispielsweise in Europa längst ausverkauft, über die Partner in den USA, Japan oder Australien aber vielleicht noch zu bekommen.

 

Der Kunde schätzt dieses Engagement, durch das das Aviation Center Berlin inzwischen weltweit ein Begriff geworden ist. "Wir liefern heute in 65 Länder. Sogar in Krisengebieten wie dem Irak oder auch im Iran oder in Nigeria kam unsere Ware zuverlässig an", berichtet Siegmar Fieweger stolz. Manche Kunden reisen aber auch extra aus Mailand oder Zürich für einen Tag nach Berlin, nur um bei uns einzukaufen. Dass Herpa Wings inzwischen auf allen fünf Kontinenten zuhause sind, ist sicher auch mit ein Verdienst des Aviation Center Berlin.

 

Nun wird die Erfolgsgeschichte des Unternehmens, das sich vom Freizeit-Shop nach Feierabend zu einem der größten und wichtigsten Handelspartner für Herpa Wings entwickelt hat, gebührend gefeiert … Herpa sagt "Danke" für das bisherige Engagement und wünscht der Crew für die kommenden Jahre weiterhin einen erfolgreichen Flug.

 

Thomas Borgmann

 


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